Als Webentwickler steht man immer wieder vor dem Problem Seiten in möglichst allen Versionen der aktuellen Browser zu testen. Dazu gibt es einige Hacks und Tools um gleichzeitig verschiedene Versionen von Internet Explorer, Firefox usw. gleichzeitig zu nutzen, jedoch alle mehr oder weniger instabil oder mit diversen Einschränkungen.
Eine andere Möglichkeit ist natürlich sich entsprechend viele virtuelle Maschinen mit VMWare, Microsoft Virtual PC usw. anzulegen. Dies ist jedoch mit einigem Aufwand verbunden und dauert auch je nach System um die virtuelle Maschine zu starten. Dazu kommt noch der relativ hohe benötigte Speicherbedarf.
Die dritte Möglichkeit ist einen der zur Verfügung stehenden Onlinedienste wie z.B. Browsershots zu nutzen, da man hier aber nur statische Screenshots erhält, sind Tests recht aufwendig.
Oft möchte man eine neue Browserversion auch einfach erst mal testen ohne sie gleich im Produktivsystem zu installieren und damit die vorhandene Version zu ersetzen.
Noch praktischer wäre es natürlich die verschiedenen Browserversionen z.B. auch unterwegs per USB-Stick auf einer beliebigen Maschine ohne Installation verwenden zu können.
All dies ist jetzt mit Xenocode möglich einem neuen Virtualisierungstool das bereits zahlreiche Anwendungen kostenlos, portabel und installationsfrei zur Verfügung stellt und unter allen Windows Versionen läuft.
In der Xenocode Browser Sandbox stehen derzeit Internet Explorer 6, 7, 8, Mozilla Firefox 2, 3 sowie Google Chrome, Opera und Safari zum kostenlosen Download bereit. Diese können direkt übers Web ohne Installation gestartet oder zur späteren Verwendung auf z.B. einen USB-Stick kopiert werden.
Es stehen auch andere Anwendungen wie z.B. Gimp, Winamp, Adobe Reader und Tweetdeck zur Verfügung. Für Firmen und Entwickler gibt es Tools um beliebige Anwendungen als installationsfreie, portable Exe zu konvertieren. Die Technologie ist auch für Anwender interessant, die auf Ihren PCs keine Anwendungen installieren dürfen.
Update: Wie im Heise-Forum nachzulesen ist, scheint Xenocode noch nicht wirklich ausgereift zu sein und hinterlässt trotz “Sandbox” wohl doch einige Dateien in Verzeichnissen, die unter Umständen sogar dazu führen, dass andere Programme nicht mehr korrekt funktionieren. Leider ist dadurch wohl eher für den Standardnutzer von dem Tool abzuraten und auf Lösungen wie X-Firefox bzw. IETester bzw. die altbewährten virtuellen Maschinen zurückzugreifen.
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