Now playing [?]: Soundtrack – Constantine – Constantine End Titles
Ja einige haben es bereits mitbekommen, seit Anfang des Jahres hab ich das Qualmen eingestellt. Und zwar nicht als guten Vorsatz fürs neue Jahr oder wegen des nun bestehenden Rauchverbots in Bayern, sondern schlicht und ergreifend, weil ich einfach wieder "leben" wollte (und das vielleicht auch noch ein bischen länger). Ich habe jahrelang geraucht, dazwischen auch mal länger oder mal kürzer pausiert und aus irgendeiner verklärten Lagerfeuerromantik heraus wieder angefangen. Zuletzt war ich dann bei im Schnitt 3-4 Schachteln am Tag angekommen. Gerade beim Arbeiten vorm Rechner wurde locker mal ne Schachtel in kürzester Zeit weggequalmt ohne auch nur darüber nachzudenken. Die Folgen waren spätestens am nächsten Morgen zu spüren. Details möchte ich mir hier ersparen, weil einfach zu unappetitlich. Aber nach nur gut drei Wochen stellen sich bereits immer mehr positive Effekte ein:
Treppensteigen ist kein Problem mehr und manchmal lauf ich einfach noch mal runter und wieder rauf, weil es gute Laune macht und ich nicht mehr schon nach zwei Treppen keuche und schwitze. Beim Essen kann ich wieder deutlicher Geschmack und Geruch unterscheiden, was für mich als wirklichen Genussmensch schon sehr wichtig ist. Ich wache morgens ohne Kopfschmerzen und wesentlich fitter und früher auf. Ich muss nicht mehr den ganzen Tag husten und kann mich wieder in ganzen Sätzen artikulieren ohne dazwischen zu räuspern oder zu husten. Die Wohnung und Klamotten stinken nicht mehr nach altem, kaltem Rauch. Irgendwie hab ich insgesamt viel bessere Laune.
Ich bin sicher noch nicht 100% durch und manchmal juckt es trotz allem Verstand noch ganz gewaltig, aber dann helfen so einfache Dinge wie mal schnell ans gesparte Geld (bei mir ca. 250-300 EUR/mtl) zu denken oder einfach an das gute Gefühl das sich einstellt, weil man mit dem eigenen Willen etwas schafft das man sich vorgenommen hat.
Tips zum Aufhören hab ich eigentlich keine, ausser dass man es selbst wirklich wollen muss. Von den ganzen Hilfsmitteln halte ich gar nix, ich hab keine Lust die eine Sucht durch eine andere zu ersetzen und mir dann ständig teure Nikotin-Kaugummis oder Pflaster geben zu müssen. Zumal bei mir auch weniger die Inhaltsstoffe, als vielmehr der Akt des Rauchens an sich, sowie die orale Beschäftigung der Suchtantrieb waren. Es gibt auch den einen oder anderen unangenehmen Nebeneffekt. Ich hab einfach ständig mehr Hunger, aber das lässt sich durch die gesteigerte Fitness und mehr Lust an der Bewegung wieder ausgleichen. Und zwei, drei Kilo mehr sind deutlich gesünder für den Körper, als die ständige Giftzufuhr und der Sauerstoffmangel. Auf jeden Fall bin ich im Moment dabei meine Wohnung zu renovieren, der jahrelange Zigarettenkonsum hat deutliche Spuren hinterlassen und wenn man sich das im eigenen Körper vorstellt dann kann man eigtl. nur aufhören wollen, es sei denn man ist ohnehin suicidgefährdet.
Die ersten Tage war ich noch relativ tolerant gegenüber Rauchern, die in meiner Nähe qualmten, inzwischen bin ich froh dass es das Rauchverbot gibt und halte mich soweit möglich von Rauchern fern. Bei mir zuhause herrscht nach der vollständigen Renovierung auch absolutes Rauchverbot. Mein ganzes elektronisches Equipment wird es mir sicherlich auch danken. Endlich weniger putzen und keine so schnell verstopften und somit lauten Lüfter mehr.
Das Leben kann so schön einfach sein 
Now playing [?]: Inner City – Good Life [Derrick May Remix]
Technorati Tags:
Offtopic |
Brain&Consciousness | 550 words in this post.